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Ich mach mal eben …

ist meist der Satz, mit dem entweder die größten oder zumindest alle ungeplanten Aufgaben starten. So heute auch bei mir. Eigentlich wollte ich „nur mal eben“ den Sensor meiner Canon EOS 500 D reinigen. Die Aufgabe lümmelte nun schon über drei Monate auf meiner Aufgabenliste herum, und nun fand ich es Zeit, diese davon zu tilgen. Die dazu nötigen Materialien hatte ich schon besorgt: ein Mikrofasertuch (ständiger Begleiter meiner Kamera), kompakt verpackte Luft in einer Dose und Reinigungsticks samt Reinigungsflüssigkeit von „Amazonien“. (Die Sticks verlinke ich hier nicht, da sie sich als etwas zu groß herausstellten. Da gibt es Bessere!)

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Die nachfolgenden Arbeitsschritte sind recht simpel: Kamera über das Menü auf „manuelle Sensorreinigung“ stellen, die Reinigungsflüssigkeit vorsichtig und wohl dosiert (also nicht in einer „Ich-wässere-mal-eben-den-Küchenfußboden-Menge) auf den Stick aufbringen und dann wischt man von links nach rechts in einem Zug über die gesamte Sensorfläche. Das wiederholt man so oft, bis aller Dreck verschwunden ist. Das war alles kein Problem und schnell erledigt. Aber dann!

Bei meinem Kontrollblick durch den Kamerasucher fielen mir drei Verschmutzungen auf, welche sich wohl auf dem Spiegel tummelten. So war jedenfalls meine erste und leider auch falsche Annahme. Nach ein paar Putzversuchen, welche ich auch auf die Unterseite des Focusscreens ausweitete, musste ich leider feststellen, dass die Verschmutzungen mich immer noch fett durch den Sucher angrinsten. Da blieb nach ein paar logischen Überlegungen, nur noch ein möglicher Tummelplatz für Verschmutzungen – die Oberseite des Focusscreens. Und die Bastelei begann.

Im oberen Bereich der Objektivverschraubung befindet sich eine kleine Lippe aus einer Art Schaumstoff. Hinter dieser findet man eine kleine Metallklammer, welche den Halterahmen für den Focusscreen an Ort uns Stelle hält. Indem man die Klammer des Halterahmens mit einer kleinen Pinzette nach vorne drückt, löst sich der Rahmen und klappt nach unten.

Verschluss aushaken

Stellt man die Kamera nun richtig herum auf den Tisch, klappt auch der Focusscreen samt eines kleinen Rahmens nach unten. Alle drei Teile kann man nun mit der Pinzette vorsichtig entfernen und auf das Mikrofasertuch legen.

Einzelteile

Ich habe zum Säubern des Focusscreens die gleichen Reinigungssticks und Reinigungsflüssigkeit benutzt, womit ich auch die Linse schon gereinigt habe. Und danach hieß es, alles wieder zusammenbauen. Damit man nicht lange rätseln muss, habe ich diese hier im Bild festgehalten.

Montagereihenfolge

Ich habe alle Teile sehr gut mit der Pinzette platzieren können, indem ich die Kamera über Kopf drehte. (So wie oben in Bild zwei festgehalten.) Zu guter Letzt habe ich den Halterahmen wieder eingehangen und FERTIG! Die ganze Aktion hätte ca. eine halbe Stunde geduldige Arbeit in Anspruch genommen, wenn ich sie nicht fünfmal hintereinander hätte durchführen müssen.

Wem das zu wenig Action ist, für den habe ich hier ein ausgesuchtes Actionfoto von meiner GoPro Actioncam:

Aktionfoto - GoPro

Ich habe während der Aktion – gefühlt – an die 300 Fotos mit der kleinen Knipskiste auf dem Kopf gemacht.  Leider sind 280 Fotos davon Nahaufnahmen von meiner kleinen, blauen Ikealampe. 🙂

Published inNützliches

Ein Kommentar

  1. Hühnchen Hühnchen

    Sehr interessant wie eine Kamera von innen aussieht.

    Und jetzt können wir endlich auch wieder schöne Himmelbilder machen!

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