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Kategorie: Nützliches

Pi trifft den Graphen

Vor Kurzem hatte ich mich auf die Schnelle mit dem BMP085 auseinander gesetzt. Und da Adafruit gute Vorarbeit leistete, war das Endergebnis recht schnell erreicht und ich hatte die drei Werte, welche der Sensor ausgeben kann, aus dem unendlichen Schwarz der Konsole auf den Schirm gelockt. Leider sind die Werte dort nicht wirklich nützlich. Also habe ich mir einen Tag Zeit genommen, um noch ein wenig mit dem Sensor zu spielen, die Werte zu speichern und über ein gefälligeres Medium – einen Browser – auszugeben.

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Hier nun ein kurzer Abriss darüber, wie ich es anstellte, was ich mir dabei dachte und wie ihr es mir nachmachen könnt, gesetzt den Fall, ihr seid im Besitz eines Raspberrys und eines BMP085. Am Ende könnt ihr euch hier auch das Python-Script laden und selber etwas experimentieren. Und hey, solltet ihr Fragen oder Tipps haben, einfach ab damit in die Kommentare. Aber beginnen wir.

IPKG (Itsy Package Management System)

Als stolzer Besitzer einer  DiskStation bin ich natürlich permanent auf der Suche nach nützlichen Anwendungen für den Server. Die DiskStation bring dafür von Hause aus schon ein Paket-Zentrum mit, über das man sehr einfach und bequem über die WEB-Oberfläche zusätzliche Softwarepakete installieren und somit den Mehrwert des Servers steigern kann. Manche Pakete bekommt man allerdings darüber leider nicht. Um dennoch in den Genuss einer einfach Installation von zusätzlichen, inoffiziellen Paketen zu kommen, benötigt man einen alternativen Paketmanager, wie z. B. das IPKG (Itsy Package Management System).

DS2413+

Vor einiger Zeit war es nur über die Konsole (SSH) und durch eine manuelle Installation möglich, das IPKG zu installieren. Dank Alexander Over ist es jedoch möglich, das IPKG über das Paket-Zentrum der DiskStation zu installieren. Da ich damit ein paar (lösbare) Probleme hatte, möchte meinen Installationsweg kurz beschreiben. Der Ausgangspunkt ist eine Synology DS2413+ und das aktuelle DSM 4.3. (Ich gehe davon aus, dass jeder weiß, wie er sich über SSH mit der DiskStation verbinden kann.)

Eye-Fi-Blackout

Da habe ich neulich nicht schlecht gestaunt, als das Display meiner geliebten EOS 500 D einfach aus ging und auch schwarz blieb. Dabei habe ich eine ganz alltägliche Prozedur durchgeführt, wie mir jeder Benutzer einer Digitalkamera bestätigen würde. Ich habe die kleine Klappe geöffnet, hinter der sich die SD-Card verbirgt, habe die volle Speicherkarte entnommen und durch eine leere Karte ersetzt. Nachdem ich die kleine Klappe schloss, signalisierte diesmal die kleine, rote Kontroll-Led durch ein kurzes Aufblinken nicht – wie sonst immer – den Zugriff auf die Speicherkarte, sondern blieb dunkel. Das Display zeigte ebenfalls kein Leben. Ein kurzer Blick durch den Sucher lies mich erkennen, dass zwar grundsätzlich noch Leben in der Kamera war. Jedoch konnte ich nach dem Anvisieren eines Motivs dieses durch den beherzten Druck auf den Auslöser nicht wie gewohnt digitalisieren. Es passierte einfach nichts!

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Ich entzog der Knipse kurz entschlossen den „Saft“, indem ich die Verriegelung vom Akkupack löste und diesen aus dem Griff zog.

Ich mach mal eben …

ist meist der Satz, mit dem entweder die größten oder zumindest alle ungeplanten Aufgaben starten. So heute auch bei mir. Eigentlich wollte ich „nur mal eben“ den Sensor meiner Canon EOS 500 D reinigen. Die Aufgabe lümmelte nun schon über drei Monate auf meiner Aufgabenliste herum, und nun fand ich es Zeit, diese davon zu tilgen. Die dazu nötigen Materialien hatte ich schon besorgt: ein Mikrofasertuch (ständiger Begleiter meiner Kamera), kompakt verpackte Luft in einer Dose und Reinigungsticks samt Reinigungsflüssigkeit von „Amazonien“. (Die Sticks verlinke ich hier nicht, da sie sich als etwas zu groß herausstellten. Da gibt es Bessere!)

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Die nachfolgenden Arbeitsschritte sind recht simpel: Kamera über das Menü auf „manuelle Sensorreinigung“ stellen, die Reinigungsflüssigkeit vorsichtig und wohl dosiert (also nicht in einer „Ich-wässere-mal-eben-den-Küchenfußboden-Menge) auf den Stick aufbringen und dann wischt man von links nach rechts in einem Zug über die gesamte Sensorfläche. Das wiederholt man so oft, bis aller Dreck verschwunden ist. Das war alles kein Problem und schnell erledigt. Aber dann!

Erfahrungssammler

Kaum haben die ersten Arbeiten begonnen, gibt es schon die ersten Verletzten. Nach dem Einsatz im Wohnzimmer als multimediales Abspielgerät (raspbmc), wollte ich den Raspberry Pi wieder ins Arbeitszimmer umsiedeln. Schließlich sollte er mir noch seinen Desktop (raspbian) zeigen. Als ich den Empfänger der Tastatur-Maus-Kombination entfernte, fiel mir ein Stück Plastik entgegen, welches sich sehr schnell als das sehr wichtige, mittleres Teil des USB-Ports zu erkennen gab. Interessanter Weise verließ dieses Stück Plastik sein Platz nicht durch Anwendung übermäßiger Benutzergewalt, oder durch verflixt straffe USB-Stecker, sondern allein durch die normale Nutzung. Ich vermute mal, dass der USB-Port schon vorher etwas angeschlagen war.

defekter USB-Port Raspberry Pi

Da für mich das Zurücksenden nicht in Frage kam, ich aber unbedingt zwei funktionsfähige USB-Ports wollte, kam für mich nur eine selber durchgeführte Reparatur in Frage.

Ab an die Wurzel (XOOM rooten)

Das Schöne an Android ist, dass es sich um ein offenes System handelt, auf das man als ambitionierter Bastler auch Einfluss nehmen kann. Vorausgesetzt, man besitzt die Rechte für diese – nennen wir es mal – Modifikationen. Genau um diese Rechte soll es hier gehen. Wer sich ein bißchen mit Linux auskennt der weiß, dass ausschließlich der Benutzer ROOT alles darf. Da Android auf einem Linux-Kernel basiert, ist es den gleichen Mechanismen unterworfen. So ist es nicht erstaunlich, dass man vom „Rooten“ spricht, wenn man sich die nötigen Rechte zum Verändern des Systems holt.

Ich habe hier ein MOTOROLA XOOM Wifi + 3G im Einsatz. Aus diesem Grund beziehe ich mich mit dieser Anleitung natürlich auch nur auf dieses Gerät. Prinzipiell sollte die hier beschriebene Vorgehensweise auf die Wifi-Variante ebenfalls erfolgreich anwendbar sein.

ACHTUNG: Bevor ihr damit beginnt, euer Gerät zu rooten, lest euch die Anleitung bis zum letzten Schritt sorgfältig durch. Beginnt erst mit der Arbeit, wenn ihr auch jeden Schritt verstanden habt. Für eventuell auftretende Schäden an euren Geräten übernehme ich keine Garantie.

Galaxy Ace 5830 Reparatur

Und wieder einmal hat das Leben einen kleinen, digitalen Begleiter hart getroffen, bzw. ein Smartphone hat die Bekanntschaft mit dem harten Boden der Realität gemacht. Sein digitales Innenleben hat diesen Bodenkontakt zwar überlebt, jedoch hat der Digitizer, welcher sich über dem Display befindet, um bereitwillig alle gestreichelten Befehle entgegen zu nehmen, einen ordentlichen Schlag abbekommen. Zwar reagierte er noch, jedoch war er auf Dauer nicht mehr zu benutzen, ohne sich ernsthaft zu verletzen. Glassplitter im Finger sind eine üble Sache. Also habe ich mein Werkzeug ausgepackt, für knapp 22 € einen neuen Digitizer bei ebay bestellt und losgelegt.

Abschließend lässt sich sagen, dass die ganze Aktion – abzüglich der Dokumentation – bei einem konzentrierten, sorgsamen Arbeitsstil nicht länger als eine Stunde in Anspruch nimmt. Und auch wenn man das Handy komplett zerlegen muss, so ist das für Hände mit normaler, handwerklicher Geschicklichkeit kein Problem. Es gibt also absolut keinen Grund die 80 bis 150 € an Reparaturgebühren dem Provider seines Vertrauens in den Rachen zu schieben, oder den digitalen Freund gar zu entsorgen und durch einen neuen zu ersetzen. Aber legen wir los.

Und wieder ein Henne-Ei-Problem

Eigentlich wollte ich nun endlich mal mein Motorola Xoom „rooten“, d. h. ich wollte mir die Rechte auf meinem Xoom holen, welche ich benötige, um darauf so nützliche Software, wie Whireshark oder Titanium Backup laufen zu lassen. Außerdem dachte ich mir, wenn ich das Tab schon mal „roote“, dann kann ich die ganze Sache hier auch dokumentieren, da ich nirgends eine Anleitung gefunden habe, welche mir vollständig erscheint.

Nur was benötigt man, um eine halbwegs ordentliche Dokumentation zu schreiben? Richtig! Screenshots von diversen Einstellungen auf dem Xoom. Leider hat Motorola aber scheinbar genau auf diese Funktionalität verzichtet. Es gibt zwar im Play Store einige Programme, welche für diese Aufgabe geschrieben wurden, jedoch benötigen die meisten davon root-Rechte (Super!) oder kosten Geld. Da ich das Erstes noch nicht besitze und das Zweites für solch eine einfache Funktion nicht investieren möchte, muss ich mir einen anderen Weg suchen. Die Wahl fiel auf den Dalvik Debug Monitor, welcher mir eine Screenshot-Funktion bietet und Teil des kostenlosen Android SDKs ist.