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52 Songs – Aufräumen

Ich bin ein sehr ordentlicher Typ. Ich habe nie Unordnung. So benötige ich natürlich auch keinen Song fürs Aufräumen. Damit ist … öhm, wäre der Beitrag beendet, wenn wir in einer perfekten, tadellosen und sterilen Welt leben würden. Da Mutter Natur jedoch das Chaos mehr, als die Ordnung liebt, herrscht auch in meinem privaten (beruflich sieht das eher anders aus) Umfeld häufig ein kreatives Chaos. Wenn ich von meinem Schreibtisch jetzt ein Photo machen würde, bräuchte ich schon ein Weitwinkel. Und das nicht, weil mein Schreibtisch so außerordentlich groß ist.

Zugegeben! Ein Meter Fünfundsiebzig mal einem Meter machen 1,75 m² Schreibtischfläche, die viel Platz für kreatives Chaos bietet. Gerade nach Weihnachten und nach dem Besuch auf der Insel, sieht mein Schreibtisch und sein Umfeld eher nach einem Kriegsschauplatz, als nach einem Schreibtisch für Kreatives und neuen Ideen aus. Nein. Hier paaren sich diverse CT’s mit der letzten National Geographic, ein Puzzlewürfel aus Holz will zerlegt und gelöst werden, zwei Bären (einer davon mit einem Sack voller Nüsse aus dem letzten Jahr), ein Hase und ein Weihnachtselch, welcher bei mir um Asyl bis zum nächsten Weihnachtsfest gebeten hat, schauen mir gerade beim Schreiben dieser Zeilen auf die Finger. Es ist mal wieder Zeit aufzuräumen.

Früher hieß es immer: „Was du brauchst, nimm Dir und danach bring es wieder an seinem rechten Platz zurück.“ Der Satz stimmt schon, wenn man davon ausgeht, dass das System in sich geschlossen ist. Leider kommt ja von Außen immer wieder etwas nach, was noch keinen Platz hat. Somit bricht die Ordnerstruktur immer wieder.

Bei mir herrscht so lange das kreative Chaos, bis es mir auf den Senkel geht mich permanent durch die erste Schicht „Kram“ wühlen zu müssen, um Sichtkontakt mit der Tastatur und meinen Monitoren aufnehmen zu können. Ab diesem Punkt ist das Chaos nicht mehr kreativ, sondern nur noch hinderlich und muss weg.

Beim Aufräumen höre ich aber meist keine Musik, sondern Hörbuch. Das ist unterhaltsam, lenkt vom tristen Kramen und Sortieren ab und man hört so Bücher, die man im Leben nicht hätte lesen können, weil einfach die Zeit dazu fehlt. Da ich hier aber kein Hörbuch vorschlagen möchte – schließlich heißt das Projekt 52 Songs und nicht 52 Hörbücher – stelle ich lieber einen Song vor, der mein momentaner Ohrwurm ist. (Danke, Nele! 🙂 ) Es ist zwar „nur“ ein Cover, jedoch gefällt er mir mehr als das Original. Ich könnte gut mit der Vorstellung leben, mir nur diesen einen Song beim Aufräumen über die Ohren ins Hirn pressen zu lassen. Lange Rede, kurzer Sinn:

  • Interpret: Walk off the Earth und Sarah Blackwood
  • Song: Somebody That I Used To Know

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3 Comments

  1. Sehr hübsche Version.

    Hier sieht es irgendwie anderes aus?! Schlicht und schön.

    • Ja, ich habe endlich die Arbeit an den Servern abgeschlossen und zu guter Letzt auch geschafft, meinen eigenen Blog umzuziehen. Und wenn man schon mal umzieht, will man auch alles etwas neu haben. Ich hoffe ich habe allen (unnützen) Ballast aus dem alten Blog über Bord geworfen, so dass der Blog allen Besuchern etwas leichter vorkommt. Ganz zufrieden bin ich zwar noch nicht, aber wann ist man das schon mal. 🙂

  2. Aha ein Elch…

    Ja, das Lied ist cool, hätte auch in die Kategorie Ohrwurm gepasst!

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