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Nach dem Packen

.. ist bekanntlich vor dem Auspacken. Eine völlig unsinnige Erfindung (so wie die Erfindung des gemeinen Hausstaubs), die einem mindestens 50% der Erholung von Urlaub wieder abzieht. Ich würde das im Großen und Ganzen an zwei Punkten festmachen:

  1. Es dauert meist doppelt so lange, als man für das Packen gebraucht hat und
  2. kann man sich nicht des Gefühls erwehren, dass da noch jemand etwas dazugepackt haben muss. (Wie? Ich hatte 14 Unterhosen mit?! Und warum habe ich dann nur drei getragen?)

Während unser Haushalt so ganz langsam wieder vom Maulwurfshügellook zum Wohnungslook wechselt und die Technik wieder ihren rechtmäßigen Aufbewahrungsort findet, werden Fotos kopiert, Daten gesichtet, Geotracks abgespeichert. Der Urlaub ist rum und morgen geht es wieder in das Hamsterlaufrad Alltag. Gut so.

Nicht nur im Urlaub ist der Sansa e260 ein ständiger Begleiter. Er versorgt mich mit Musik, Hörbüchern und frischer Podcast-Kost. Ich höre so ziemlich an jedem Ort (im Serverraum, am Arbeitsplatz, im Garten, am Strand,  in der Küche, im Wohnzimmer, im Schlafzimmer, im Auto etc.) und in jeder Lebenslage (beim Abwachen, beim Hausputz, beim Einschlafen, beim Zocken etc.). Würde ich Gebärdensprache beherrschen, dann würde ich an Stelle der Ohren Kopfhörer implantieren lassen.

So bin ich auch ständig auf der Suche nach neuer Musik. Aus diesem Grund pflege ich seit geraumer Zeit meinen Last.fm-Account. So bekommt man dann – nach einer gewissen Lernphase – durchaus ein paar gute Musik-Tipps aus dem System. Wie das funktioniert?

Kurzerklärung: Das Prinzip ist recht simpel. Man installiert sich den Last.fm-Scrobbler und dieser schickt dann die Songinformationen (Titel, Album, Artist) der über den Mediaplayer (oder Winamp, oder iTunes, oder den iPod) gehörten Songs zum eingerichteten Profil.

Die so gesammelten Informationen spiegeln nicht nur die eigenen Musikvorlieben wieder, sondern können auch mit den Informationen aus anderen Profilen verglichen werden. So findet man Gleichgesinnte und bekommt so auch mal neue Musik auf die Ohren. Außerdem schlägt das System selber auch Musik vor.

Klar gibt es auch „social network“-Komponenten (Blog, Freunde, Gruppen, Shoutbox), aber auf die gehe ich hier jetzt mal nicht näher ein.

Bisher war ich immer etwas neidisch auf die Scrobble-Funktion vom iPod. Auf dem iPod gehörte Titel können einfach per iTunes an das Last.fm-Profil übertragen werden. Weder bei meinem  iAudio X5 noch bei meinem SanDisk Sansa e260 war das von Hause aus möglich. Beim iAudio hat mich das nicht gestört, da ich diesen eher stationär zum Hörbücher hören nutze und wenig mit durch die Weltgeschichte schleppe. Und wenn ich ihn dann bewege, dann mehr als Picturetank, da man mit Hilfe des USB-Host-Anschlusses sehr einfach über USB die Bilder von der EOS 350D direkt auf die Festplatte des Players sicher kann.

Den Sansa schleppe ich nun sehr häufig mit. Da ich damit sehr viel höre, wäre eine Scrobble-Funktion nützlich. Ende letzten Jahres bin ich – nicht nur aus diesem Grund – von der originalen Firmware weggegangen und habe Rockbox installiert. Rockbox ist eine alternative Firmware für diverse MP3-Player. Auf dem Sansa bringt der Einsatz von Rockbox für mich drei Vorteile mit sich:

  1. Sleeptimer: zum Einschlafen äußerst praktisch. Nach 20 Minuten (Die Zeit kann man selber bestimmen.) geht der Player automatisch aus.
  2. SDHC-Support: SanDisk hat zwar die Hardware für das Lesen von micro SDHCs eingebaut, nur wird diese von der Originalfirmware nicht unterstützt.
  3. Last.fm-Log: Alle abgespielten Songs werden in einer Textdatei mitgeloggt.

Zum Punkt drei ist zu sagen, dass er zwar alle abgespielten Titel in einer Textdatei nachhält, diese aber nicht selber übertragen kann. Hier kommt nun logscrobbler ins Spiel. Mit Hilfe dieser Software kann man die Log-Datei im Wurzelverzeichnis lesen und die Songinformationen in das eigene Last.fm-Profil übertragen. Die Software ist frei und kann hier heruntergeladen werden: [KLICK]

logscrobbler Dateiauswahl

Nachdem man die Software gestartet hat, sind die zugehörigen Profildaten einzugeben, den Sansa am USB-Port des Rechners anschließen, die Log-Datei (.scrobbler.log befindet sich im root-Verzeichnis auf dem Sansa) vom Sansa zu laden und dann können die Daten auch schon hochgeladen werden. Wer – wie ich – nicht alles übertragen möchte, der kann unter Track Settings –> Select Tracks To Scrobble aktivieren und dann vorher bei allen nicht zu übertragenden Daten einfach das grüne Häkchen entfernen.

Published inNützliches

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