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Der Index im OS – auf der Suche nach DemGlück.doc

Wenn ich etwas lieben und schätzen gelernt habe, dann die Tatsache, dass ein modernes Betriebssystem für mich in Sekundenschnelle Dateien finden und präsentieren. Kein langes Suchen, kein Nachdenken, ein Griff, ein paar Eingaben wie Datei-Typ und Teile den Namens und ZACK: Ich bekomme die gesuchte Datei.

Die Nebenwirkung dieser Luxusfunktion hat man allerdings leider nur allzu deutlich unter Vista zu spüren bekommen. Da das System natürlich auch alle Dateien vorher einmal „anfassen“ muss, um sie in einen Index aufzunehmen, waren neu aufgesetzte Vista-Systeme im Prinzip erst nach einer Benutzungsdauer von ca. 14 Tage erst richtig performant. Hat man Aufgaben erledigt, die mit der Bewegung von vielen kleinen Dateien einher ging, war das System teilweise mit der Indizierung so sehr beschäftigt, dass ein flüssiges Arbeiten nicht mehr möglich war.

Genau aus diesen Tagen habe ich auch heute unter Windows 7 noch ein Sidebar-Widget. Das Widget trägt den allessagenden Namen  Indexer, ist in der Version 1.2 hier [KLICK] erhältlich und „was made by a guy named Brandon.“ (Vielen Dank Brandon!)

Warum ich dieses Tool liebe? Ganz einfach: Man erhält ein kleines Stück der durch Microsoft entzogenen Kontrolle über die Grundlegenden Funktionen von Vista – in diesem Fall die der Dateiindizierung – wieder zurück. Kein Stundenlanges Gerödel mehr auf der Festplatte. Ein Klick, und das nervige Bauen des Datei-Indexes steht. Ein weitere Klick und der Indexbau schreitet dann voran, wenn ich mich im Rosengarten vergnüge und mir mein Mittagessen schmecken lasse.

Unter Windows 7 leidet man zwar nicht mehr unter dem aus Vista bekannten „Festplatten-Gerödel“, dennoch hält das Widget noch nützliche Funktionen bereit. So kann man darüber sehr bequem Verzeichnisse oder ganze Laufwerke mit wichtigen Dateien dem Indexdienst übergeben, oder die Standardorte aus der Indexierung heraus nehmen. Und all das passiert mit nur wenigen Klicks. Aber schaut es euch an und urteilt selbst:

Widget ... alle Dateien in diesen Ordnern werden dem Indexdienst übergeben. ... neue Ordner können zu jeder Zeit hinzugefügt werden.

Ich nutze von den Brandon-Tools auch Start++, aber das ist eine andere Geschichte.

Da Sidebar-Widgets ausschließlich etwas für Windows Vista und Windows 7 sind, bleiben Windows XP-User leider außen vor. Aber auch hier findet sich ein Suchwerkzeug, welches verdammt schnell und völlig unkompliziert Gigabytes von Daten in Sekundenschnelle durchsucht. Die Rede ist nicht von Windows Search 4.0, welcher zweifelsohne ein Windows XP-System so richtig in die Knie zwingen kann, sondern die Rede ist von Everythink. [KLICK] Selbst auf etwas schwachen Rechnersystemen (z.B. auf einem VAIO P11Z mit XP oder Vista) arbeitet diese Suchwerkzeug schnell und zuverlässig. Einzige Unterschied zum Indexdienst in Vista und Windows 7: Es durchsucht die Festplatte nur über Dateinamen. Es findet also z.B. keine Emails und Dateien in Outlook. Schön ist, dass man das Werkzeug nicht unbedingt installieren muss. Es gibt auch eine portable Version.

Everything

Sehr interessant ist der eingebaute WEB-Serverdienst. Hat man im Netzwerk einen Windows-Fileserver, so kann man Everything einfach als Dienst laufen lassen und die Dateien sehr schnell und effizient über das Netzwerk in jedem, beliebigen Browser durchsuchen lassen. Aber Achtung! Everything hält sich nicht an den Ordnerschutz über eine AD. Somit liefert er in den Suchergebnissen auch gnadenlos über die AD geschützte Dokumente aus. Solche Ordner müsst Ihr explizit aus der Suche ausschließen. Dann ist aber alles gut! 🙂  Standardmäßig ist der integrierte WEB-Server über Port 80 ansprechbar, kann aber einfach auch auf andere Ports umgebogen werden.

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2 Comments

  1. Gehli Gehli

    Hi,

    danke für die Tipps… Werde das mal antesten. Ich hoffe das ganze ist auch was für mich 🙂
    Gut finde ich, dass man auch Netzwerkorte mit indizieren kann. Schade, dass es nicht für Outlook geht, aber dafür benutze ich eh Lookeen.

    gruß Gehli

    • dasI dasI

      Hoi Gehli. Ich habe mir gerade Lookeen mal angesehen. Sieht sehr interessant aus. Zumal es auch das Suchen im Netzwerk über einen zentralen Index auch in einem Exchange-Server unterstützt. Vielen Dank.
      Was den Indexer betrifft, so durchsucht der auch Outlook. Ich habe nur gerade meinen großen Rechner auch auf Windows 7 umgestellt, und da war zum Zeitpunkt als ich den Artikel geschrieben habe noch kein Outlook installiert.

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